Die Klasse W11b im Zukunftsmuseum Nürnberg
Am 3.12.2025 besuchte die Klasse W11b der Staatlichen FOS Nürnberg II im Rahmen eines fpA-Nachmittages das Zukunftsmuseum in Nürnberg. Dort bekamen wir einen Überblick über Zukunftstechnologien, Ideen, Probleme und den bisherigen Fortschritt. Die erste Ausstellung drehte sich rund um KI-Roboter und humanoide Roboter. Der erste Roboter war ein humanoid aussehender, von der Robotik-Firma „Engineered Arts“ zusammen mit der „ChatGPT“ KI hergestellter Roboter. Dieser kann in vielen unterschiedlichen Sprachen Antworten, bestimmte Mimik, sowie auch kleine Gesten ausführen.
Gleichzeitig wird aber auch die gesellschaftliche Kontroverse sichtbar: Wo liegt die Grenze zwischen menschlichem und künstlichem Verhalten? Warum wirken menschenähnliche Roboter auf viele Besucher eher unangenehm? Und wieso werden Roboter so oft automatisch weiblich dargestellt?
Ein weiteres Highlight war der Bereich Smart Home der Zukunft. Ein intelligenter Bildschirm zeigt nicht nur Wetter und Kalender an, sondern schlägt Outfits vor und ist mit anderen Haushaltsgeräten vernetzt. Er kennt den Kühlschrankinhalt, kann den Ofen vorheizen und passende Rezepte empfehlen.
Auch im Gesundheitsbereich zeigte das Museum, wie mehr Daten zu einer besseren medizinischen Versorgung führen könnten. Besonders spannend war der Einblick in aktuelle Entwicklungen des 3D-Drucks von Prototypen künstlicher Organe bis hin zur Idee, aus einzelnen tierischen Zellen komplette Steaks zu „drucken“. Fleisch aus Muskelzellen kann bereits heute im Labor wachsen. Die Herausforderung liegt vor allem in dem hohen Aufwand.
Im Mobilitätsbereich präsentierte das Museum Zukunftskonzepte wie selbstfahrende Taxi-Drohnen. Autos ohne jegliche Steuerungsmöglichkeit wie Pedale oder Lenkrad, mit einer großen Drohne, die am Dach angekoppelt werden kann. Diese Fahrzeuge sollen nicht mehr im Privatbesitz stehen, sondern wie Taxis gerufen werden können. Dies soll Staus und Platzprobleme minimieren, ist jedoch nur eine Idee und Entwurf und nicht tatsächlich umsetzbar, zumindest nicht in absehbarer Zukunft.
Ein weiterer Ausstellungsteil beschäftigte sich mit der Frage, wie viel Platz ein Mensch wirklich braucht. Ein winziges Haus mit nur 2,5 m² zeigte eine mögliche Lösung für Platz und Wohn-Probleme. Es ähnelt eher dem Camping, Minimalismus und ist eher für wohnungslose Menschen gedacht.
Schließlich bot das Museum beeindruckende Einblicke in die Zukunft der Raumfahrt. Während die „Old Space“-Ära stark von den USA und Russland geprägt war, setzt „New Space“ auf private Unternehmen und experimentelle Ideen. Gezeigt wurde unter anderem eine Rückkehrkapsel, die wieder erfolgreich zur Erde kam. Besonders der Mond gilt wieder als attraktiv. Konzepte wie Mond-Iglus und vollständig recycelte Luftversorgung sollen längere Aufenthalte ermöglichen. Gleichzeitig wächst im erdnahen Orbit der Weltraumschrott, inzwischen sind mehr als 10 000 Satelliten unterwegs, allein rund 8 000 stammen von Elon Musk. Sie werden unter anderem benötigt, um z.B. autonome Fahrzeuge zu ermöglichen, verursachen aber hohe Kosten und neue Risiken im Bereich Raumfahrt.
Das Zukunftsmuseum zeigt interessante, unterschiedlich realistische und umsetzbare Ideen um den Alltag und viele unserer Probleme als Menschen zu beheben und unser Leben einfacher zu machen. „Zukunft“ kann hier je nach Ausstellungsstück als in wenigen Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten oder mehr verstanden werden. Es zeigt die Vielfalt und das Potential der Menschlichen Spezies.





